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    „Ich glaube nicht an den Widerspruch von Wirtschaft und Umweltschutz. Mein Job zeigt, wie gut sich beides miteinander verbinden lässt.“
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    „Wir können die Umwelt nur schützen, wenn wir wissen, wie sie funktioniert. Mein Job ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen für grüne Lösungen zu schaffen.“

Mitmachen bei offener Kreativwerkstatt

Text: Krischan Ostenrath

Innerhalb der Bildungsszene ist seit langem klar, dass die Vermittlung von Wissensinhalten mehr sein muss als das Eintrichtern von Fakten. Das Ideal einer Bildung, die die Adressat*innen nicht bloß als passive Empfänger*innen, sondern auch als gestaltungsfähige Subjekte betrachtet, ist – zumindest in der Theorie – Allgemeinplatz der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit. Das gilt insbesondere auch für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die sich von einer „Indoktrination für nachhaltige Entwicklung“ ja gerade dadurch unterscheidet, dass sie sich Kontroversen stellt und ihren Zielgruppen das Recht und die Fähigkeit zutraut, eigene Urteile zu fällen und Schlüsse zu ziehen. So weit, so selbstverständlich in der BNE-Szene.

Aktivieren statt lenken

Nicht selbstverständlich ist es allerdings, dass man dieses Ideal eines Überwältigungsverbots auch auf Berufsorientierungszusammenhänge überträgt. Hier dominiert nach wie vor das Modell des Lehrbeauftragten, der seine Wissensbestände eindimensional auf die zu Belehrenden überträgt. Schließlich wissen die berufstätigen Expertinnen und Experten ja scheinbar am besten, was man über einzelne Berufsfelder wissen muss. Die Risiken – auch und gerade mit Blick auf die grüne Arbeitswelt – liegen auf der Hand: Zentrale Interessen der Jugendlichen kommen möglicherweise gar nicht in den Blick, kritische Rückfragen an Berufe und Berufsfelder bleiben unberücksichtigt und arbeitsweltimmanente Nachhaltigkeitskonflikte werden im Rahmen eines Green-Brandings mit einer grünen Zuckerglasur übertüncht.

Dass es auch anders geht, haben die Mitglieder des Netzwerk Grüne Arbeitswelt an vielen Stellen bewiesen. Berufsorientierung kann und muss mehr sein als Berufslenkung und Berufsbranding. Nachhaltigkeitsorientierte Berufsfelder können und müssen in der Berufsorientierung offen darüber sprechen, dass auch das ideale Unternehmen niemals Nachhaltigkeit in Reinform einlösen kann. Und natürlich gehört zur Wahrheit der grünen Arbeitswelt auch die Erkenntnis, dass aus hehren Idealen nicht automatisch gesegnete Ausbildungs- und Beschäftigungsbedingungen folgen. Dies alles ist durchaus keine Einschränkung von Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltigkeitsorientierter Berufsorientierungsarbeit, sondern ihre eigentliche Stärke. Wenn beide Prozesse als zwei Seiten derselben Medaille gedacht werden, dann lassen sich gerade in der Einbeziehung Jugendlicher, in der Aufnahme kritischer Rückfragen und in der Reaktion auf die Gestaltungsansprüche der jungen Generation sogar qualitativ bessere Ergebnisse erzielen. Denn Aktivierung und kritische Auseinandersetzung gerade auch in der Berufsorientierung sichern individuell verankerte Lerneffekte.

Gemeinsam Konzepte entwickeln

Zur Frage, wie das praktisch umgesetzt werden kann, wird der Wissenschaftsladen Bonn, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der zweiten Jahreshälfte 2022 eine Reihe von Veranstaltungen durchführen. An der Schnittstelle von BNE und Berufsorientierung sollen kleinere und größere Events mit Berufsorientierungsfachkräften – unabhängig davon, ob sie für Schulen, außerschulische Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Behörden arbeiten – stattfinden, die diesen Instrumente und Inhalte aus der grünen Arbeitswelt für den praktischen Einsatz an die Hand geben. Auch diese Veranstaltungen sollen selbst dem BNE-Muster folgen und Erfahrungen, Anfragen und kritische Hinweise aus der praktischen Berufsorientierungsarbeit einbeziehen. Deshalb wird Ende August 2022 eine offene Kreativwerkstatt zur Entwicklung solcher Lehr-Lern-Module stattfinden. Hier sind die Adressat*innen herzlich eingeladen, sich in die Entwicklung von Veranstaltungskonzepten einzuklinken. Wer sich also als Bildungsfachkraft, als betrieblich Veranwortliche, als administrativ Steuernder oder als interessierte Jugendliche in diesen Entwicklungsprozess einbringen will, ist herzlich eingeladen, mit uns über mögliche Formate, Themen und Instrumente einer nachhaltigkeitsbezogenen Berufsorientierungsarbeit nachzudenken. Wir freuen uns über formlose Interessensbekundungen per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

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