Wachstum durch Wandel

Umweltwirtschaftsbericht NRW 2026

Grüne Technologien schaffen neue wirtschaftliche Chancen, attraktive Arbeitsplätze und neue Exportmärkte. Das sind die Ergebnisse des diesjährigen Umweltwirtschaftsberichtes für Nordrhein-Westfalen. Demnach entstehen besonders dynamische Entwicklungschancen in den Bereichen Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimafolgenanpassung. Welche Berufe besonders gefragt sind und wo zusätzlicher Fachkräftebedarf entsteht, stellte das Wirtschaftsforschungs-Institut Prognos erstmals in einer begleitenden Studie vor. Darin errechneten die Forscher den zusätzlichen Fachkräftebedarf bis 2035 – insbesondere in Berufen, die für den Ausbau von Wind- und Solarenergie, Stromnetzen, Speichern, klimafreundlicher Mobilität und Gebäuden gebraucht werden. Insgesamt stieg die Zahl der Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen seit 2010 um rund 134.000 auf insgesamt 650.000 Beschäftigte. Das entspricht einem Wachstum von rund 26 Prozent.

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Branchenanalyse Stahlindustrie

Working Paper Forschungsförderung

Die deutsche Stahlbranche befindet sich in einem historischen Umbruch. Das Working Paper „Branchenanalyse Stahlindustrie“ von André Küster Simić und Janek Schönfeldt, veröffentlicht bei der Hans-Böckler-Stiftung zeigt auf, warum der Weg zur klimaneutralen Produktion nicht nur technologisch, sondern vor allem ökonomisch ein beispielloser Kraftakt ist. Es geht um hohe Strompreise, fairen Wettbewerb und die entscheidende Frage, wie zehntausende tarifgebundene Arbeitsplätze bei der Umstellung auf grünen Stahl gesichert werden können.

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Effekte der EEG-Reform 2023 auf den PV-Zubau

Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung

Die Solarbranche wächst, auf immer mehr privaten Dächern entsteht grüne Energie. Doch aktuelle politische Pläne könnten diesen Ausbau spürbar verlangsamen. Die Studie „Effekte der EEG-Reform 2023 auf den PV-Zubau und entsprechende Fachkräftebedarfe“ von Annika Feith, Henry Zehe, Florian Fickler und Jan Ludwig Fries im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung liefert dazu klare Zahlen. Sie rechnet vor, warum die Energiewende verlässliche Förderungen sowie gut ausgebildete Fachkräfte braucht – und was passiert, wenn finanzielle Anreize abrupt wegfallen.

www.arbeit-der-zukunft.de

Handwerk als Motor der Bioökonomie im Rheinischen Revier

Explorative Studie des itb im Auftrag des BioökonomieREVIER

Das Rheinische Revier ist eine Modellregion für nachhaltige Bioökonomie. Die Initiative BioökonomieREVIER am Forschungszentrum Jülich untersucht, wie diese Transformation aktiv gestaltet werden kann. Eine aktuelle, vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) realisierte Studie „Bioökonomie im Handwerk“ analysiert in diesem Zusammenhang, inwiefern Handwerksbetriebe bioökonomische Ansätze bereits nutzen, welche Innovationsfelder attraktiv sind und wo gezielte Unterstützung nötig ist. Die explorative Studie zeigt: Handwerksbetriebe leisten bereits heute wertvolle Beiträge zur Ressourceneffizienz und regionalen Wertschöpfung – oft ohne es explizit zu benennen.

www.dhi.zdh.de

Klima wandelt Arbeit

Abschlussbericht der Politikwerkstatt

Der Abschlussbericht der Politikwerkstatt „Klima wandelt Arbeit“ zeigt, dass klimabedingte Risiken wie Hitze und Extremwetter die Arbeitswelt spürbar belasten. Er bündelt zentrale Erkenntnisse aus Wissenschaft, Praxis und Politik und macht deutlich, wo Handlungsbedarf besteht, um Klimaanpassung im Arbeitsschutz systematisch und praxisnah voranzubringen.

www.arbeit-sicher-und-gesund.de

Ausbildungsbotschafter zeigen Wirkung

Neue Studie des BIBB und TU Darmstadt

Wenn Auszubildende in Klassenzimmern allgemeinbildender Schulen von ihrem Beruf erzählen, kann das den Blick auf Ausbildungsberufe verändern. Das zeigen aktuelle Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Demnach tragen Schulbesuche von Ausbildungsbotschafter*innen dazu bei, dass vor allem Schülerinnen mehr über MINT-Ausbildungsberufe erfahren und diese Berufe eher für sich in Betracht ziehen. Mit Blick auf den Fachkräftemangel ist das ein wichtiger Befund: Gerade in technischen und IT-Berufen sind junge Frauen weiterhin stark unterrepräsentiert.

www.bibb.de

Beschäftigung in den erneuerbaren Energien: Entwicklung und politische Reformen

Focus Paper Arbeitsmarkt der Bertelsmann Stiftung

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien sind vielfältige Beschäftigungsfelder entlang unterschiedlicher Wertschöpfungsketten entstanden. Solarenergie, Windenergie an Land, Windenergie auf See, Biomasse, Wärmepumpen, tiefe Geothermie und Wasserkraft unterscheiden sich dabei erheblich. Manche Techno logien sind in Deutschland stark industriell geprägt, andere besonders handwerks- und installationsintensiv. Das Focus Paper untersucht, wie energiepolitische Rahmenbedingungen die Beschäftigung in den erneuerbaren Energien in Deutschland in den vergangenen Jahren geprägt haben.

www.bertelsmann-stiftung.de

Auswirkungen von Klimaveränderungen auf Gesundheit, Sicherheit und Produktivität

Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit – Wie der Arbeitsschutz den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann“

Klimaveränderungen wirken sich nicht nur auf die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, sondern auch auf die Produktivität aus. Denn Gefahren durch saisonale Hitzebelastung, UV-Strahlung, Extremwetterereignisse sowie neue biologische und chemische Gefährdungen haben weitreichende Folgen für Beschäftigte und die Produktivität. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den Abschlussbericht „Klima wandelt Arbeit – Wie der Arbeitsschutz den Herausforderungen des Klimawandels begegnen kann“ veröffentlicht. Der Bericht bündelt die Ergebnisse der zweijährigen Politikwerkstatt „Klima wandelt Arbeit“ des Programms ARBEIT: SICHER + GESUND, an der rund 280 Expertinnen und Experten aus dem Arbeitsschutz, der Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Sozialpartnerschaft sowie aus der betrieblichen Praxis teilnahmen.

www.bmas.de

Future Skills statt reiner Fachebene

Interview über Qualifizierung im Wandel

Was müssen Fach- und Führungskräfte von morgen können? Welche Lernformate erreichen sie wirklich? Im Interview spricht das Q.V.I.W.-Projektteam über überraschende Erkenntnisse aus der Praxis, die wichtigsten Zukunftskompetenzen im Rheinischen Revier und darüber, warum klassische Weiterbildungsformate heute oft nicht mehr ausreichen. Das Projekt Q.V.I.W. (Qualifiziert. Vernetzt. Innovativ. Wirksam. – Weiterbilden im Rheinischen Revier), entwickelt zukunftsorientierte Weiterbildungsformate für Fach- und Führungskräfte der Region in fünf Programmlinien mit fachspezifischen Themen bis hin zu berufsübergreifenden Future Skills.

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Fachkräftebedarfe der sozial-ökologischen Transformation im Wohngebäudesektor

Working Paper der Hans Böckler Stiftung

Die Transformation von Wohngebäuden hin zu größerer Energieeffizienz stellt eine große Herausforderung dar. Um die Sanierungsmaßnahmen zügig umzusetzen, sind die Leistungen von Handwerker*innen besonders relevant. Die vorliegende Studie beantwortet die Frage, welche Fachkräftebedarfe im Zuge der Transformation im Wohngebäudesektor zu erwarten sind. Dazu werden die Nachfrageschocks von drei aktuellen Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung quantifiziert und deren Wirkungen hinsichtlich Wertschöpfung, Beschäftigung und Fachkräftebedarfen in der Wertschöpfungskette dargestellt.

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